ÜBER UNS

Unsere Chronik: Sportgeschichte.

"Gamsjäger" Sportchronik

Sportliches Schießen wurde im Verein entsprechend der Satzung schon von Beginn an gepflegt. Die ersten schriftlich festgehaltenen Schießergebnisse, damals wurden die Jahresmeisterschaften noch mit dem Zimmerstutzen ausgetragen, stammen aus dem Jahr 1908. Ringe hießen damals noch Kreise und so konnte sich August Grandl mit 305 Kreisen den mit 6 Mark ausgeschriebenen ersten Platz sichern. 1911 hatte der Verein bereits 21 aktive und ein passives Mitglied. Weitere Schießergebnisse sind erst wieder 1933 in den Aufzeichnungen des Schriftführers festgehalten. 

 

1936 bekamen die Gamsjäger ihre Schützenkette, die bis heute zu einem stattlichen Schmuckstück herangewachsen ist. Erster Schützenkönig, der diese Kette getragen hat, war Matthias Keil.

 

Im ersten Jahr des Wiederbeginns nach dem 2. Weltkrieg 1950/1951, konnte sich Paul Köbele mit 392 Ringen (Saisonergebnis) an die Spitze der Jahresbesten setzen. Erstmals erscheint auch unser heutiges Ehrenmitglied und langjähriger Vereinsdiener Jakob Brandmeier in der Jahreswertung. Er war 1938 dem Verein beigetreten und versucht seitdem beharrlich, aber vergeblich, Schützenkönig zu werden. Nahe daran war er schon oft: “....awa nia  hodts g`langdt“. Dass der Gute Blattl schießen konnte, bewies er im Januar 1968 beim Eröffnungsschießen des neuen Schießstandes, wo er mit einem 0-Teiler den ersten Preis vor Peter Kaspar, ebenfalls 0-Teiler, gewann.

 

Schon als einer der ersten Vereine im Schützengau Fürstenfeldbruck haben sich die Gamsjäger in den 60er Jahren dem neu eingeführten Rundenwettkampf gestellt. Im Jahr 1969 hat die 1. Luftgewehrmannschaft mit den Schützen

Peter Kaspar, Eugen Kienle, Karl Mitzel und Andreas Schmid den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

 

Im Jahr 1971 ging dann die männliche Vorherrschaft bei den Gamsjägern endgültig  verloren. Die Damen durften nämlich aktiv am sportlichen Schießen teilnehmen.

 

Während die 1. Luftgewehrmannschaft 1972 wieder aus der Bezirksliga absteigen musste, erkämpften sich die Luftpistolenschützen den Aufstieg in diese Klasse. Zu dieser Zeit beteiligte sich noch eine zweite Luftpistolen-Mannschaft in der Gauliga.

 

1972 stellte Peter Kaspar einen neuen Rekord auf, indem er beim Königs- und Weihnachtsschießen zum vierten Mal hintereinander die Königswürde errang und zum dritten Mal in Folge sowohl mit dem Luftgewehr, als auch mit der Luftpistole die Meisterscheibe gewinnen konnte.

 

Als erster Gamsjäger wird 1973 Peter Kaspar mit 280 Ringen Gaumeister mit dem Luftgewehr; im Jahr darauf Gaumeister mit dem Zimmerstutzen. Kathi Köbele gewann 1978 und 1979 die Gaumeisterschaft in der Luftgewehr-Damenklasse.

 

Im Jahr 1980 riss sich die Luftpistolenmannschaft, die zwischenzeitlich für ein Jahr die Bezirksliga verlassen musste, am Riemen und schaffte mit den Schützen Alfred Dürmeier, Ludwig Harreiter, Willy Jourdan, Eckart Klengel und Dieter Schlichter beim Qualifikationsschießen in Bad Wiessee den Wiederaufstieg.

 

Erneut stellten die Gamsjäger 1980 und 1981 mit Thomas Schießl den Gaumeister in der Disziplin Zimmerstutzen.

 

Zu ihrem 75-jährigen Bestehen richteten die Gamsjäger das 28. Gauschießen aus, das ihnen eine Rekordbeteiligung von 923 Schützen aus 42 Vereinen bescherte. Es standen insgesamt 33 Schießstände zur Verfügung. Dem damaligen Kassier Horst Reil ist es zu verdanken, dass erstmals im Gau die Auswertung dieses Schießens über einen Computer lief und damit eine  Wende bei der Durchführung von Gauschießen und Gaumeisterschaften einleitete. Unser heutiger Ehrenschützenmeister Franz Metz errang Platz drei auf der Festscheibe-Luftgewehr, Dieter Schlichter sicherte sich mit einem 63,1 Teiler die Festscheibe-Luftpistole, Thomas Schießl gewann mit 96 Ringen die Junioren-Meisterscheibe und Ludwig Harreiter mit einem 31,7 Teiler die Punktscheibe-Luftpistole.

 

Zum ersten Mal in der Geschichte der Gamsjäger konnte 1977 eine Frau die Schützenkönigswürde erringen. Mit einem 97,5 Teiler ließ Jutta Fischer alle anderen Schützen hinter sich. Ein erneutes „Erstes Mal“ gab es dann 1978, als mit Emil Schlecht die Luftpistolenschützen den Schützenkönig stellten. Es dauerte bis 1987 bis wieder ein Pistolenschütze mit Dieter Schlichter den Thron erklimmen konnte. Ihm folgten die Luftpistolenschützen Ludwig Harreiter 1993 und 1994, Willy Jourdan 1996, Eckart Klengel 1999 und Herbert Rottmoser 2001. Weitere Könige mit der Luftpistole wurden Simon Kretschmer bei der Jugend 1997 und 1998 und Gisela Koch 1997 und 1999 bei den Damen.

 

Die Jugend erhielt 1980 eine eigene Königskette, an die Uli Grandtner als erster Jugendkönig einen Taler heften konnte. Ein Jahr darauf bekamen die Damen ebenfalls eine eigene Königskette; erste Damenkönigin wurde Rosi Kaspar.

 

In der Zeit von etwa 1979 bis 1985 spielte die Luftgewehrmannschaft vor allem mit Uli Grandtner, Thomas Schießl und Rudi Willeneder eine große Rolle im Gau. Bei den Gaumeisterschaften stellte sie mehrmals in den Disziplinen Luftgewehr und Zimmerstutzen den Gaumeister. In der gleichen Zeit waren auch die Luftpistolen-Damen sehr erfolgreich. So stellten von 1974 bis 1985 Inge Schießl und Edeltraud Reil jeweils viermal abwechselnd die Gaumeisterin.

 

Bei der Gaumeisterschaft 1985 siegte Thomas Schießl in der Klasse KK-Standardgewehr und Renate Schlichter konnte Gaumeisterin 1986 mit dem Luftgewehr in der Altersklasse werden.

 

1983 wurde Edigna Winterstein als erste Gamsjägerin Gauschützenkönigin mit einem 73,5 Teiler. Dies machte ihr 1994 Christa Weck mit einem 57,5 Teiler nach.

 

Willy Jourdan konnte bisher insgesamt achtmal als Gaumeister gefeiert werden und zwar 1982 mit der Sportpistole-KK, 1990 mit der Sportpistole-Großkaliber, 1989 und 1995 – 1999 mit der Olympischen Schnellfeuerpistole. Seit 1981 hat er sich regelmäßig mindestens einmal in einer Kurzwaffendisziplin für die Oberbayerischen Meisterschaften qualifiziert. 1993 gelang ihm der Durchbruch zur Bayerischen Meisterschaft. Im Herbst des selben Jahres erreichte er einen ausgezeichneten aber undankbaren vierten Platz bei der Bayerischen Ältestenmeisterschaft mit der Luftpistole in der Seniorenklasse II. Um auf`s Stockerl zu gelangen, fehlte ihm ein einziger Ring.

 

Im Jubiläumsjahr 1995 stellten die Gamsjäger, genauer gesagt ihre Pistolenschützen, die Gaumeister in fünf Disziplinen: Luftpistole/Senioren Ludwig Harreiter, Jugend/m Simon Kretschmer, Jugend/w Christine Dillitzer, Sportpistole-KK/Senioren Dieter Schlichter und mit der Olympischen Schnellfeuerpistole/Altersklasse Willy Jourdan, die erzielten  548 Ringen stellen den Vereinsrekord dar. Simon war 1995,1998 und 1999 Jugendkönig

 

An der Stelle sei noch anzumerken, dass generell bei den Gaumeisterschaften und den Gauschießen die Gamsjäger sehr erfolgreich und in den verschiedensten Disziplinen auf den vorderen Rängen zu finden waren.

 

Bei der Oberbayerischen Meisterschaft errang Sportleiter Willy Jourdan mit der Olympischen Schnellfeuerpistole 1995 die Silbermedaille und im Jahr darauf die Bronzemedaille.

 

Kathi Köbele schaffte mit 255 Ringen bei der Bayerischen Ältestenmeisterschaft 1995 den 1. Platz mit dem Luftgewehr in der Seniorenklasse III. Simon Kretschmer war 1998 und 1999 mit der Luftpistole, Jugendkönig bei den Gamsjägern.   Gisela Koch wurde 1998 im selben Jahr wie ihr Sohn Simon Gamsjäger-Königin, was Sie im Jahr 2000 wiederholte.

 

1998 konnten die Gamsjäger Pistolenschützen zum erstenmal den Gauwanderpokal gewinnen. Den Sieg machten die Schützen Helmut Dietl, Ludwig Harreiter, Eckart Klengel, Willy Jourdan und Herbert Rottmoser (a.W.)  nach dem 18. Anlauf möglich.

 

Endlich gewannen die Gamsjäger auch das Puchheimer Volksfestschießen. Nach langem Anlauf siegten sie 2003  vor Eintracht Puchheim und Immergrün Eichenau.

 

Am häufigsten zum Vereins-Schützenkönig ausgerufen wurde Peter Kaspar, der bisher sechsmal diese Würde innehatte vor Karl Mitzel, dem fünfmal dieses Amt zuteil wurde.

 

An dieser Stelle, man schreibt das Jahr 2005, ein Rückblick zu Bestleistungen der letzten 100 Jahre:

So erzielte Peter Kaspar 1973 mit dem Luftgewehr einen Vereinsrekord mit 287 Ringen, den erst 20 Jahre später Willy Jourdan mit der Luftpistole einstellen konnte. 28 Jahre hat es gedauert, bis Martin Spiegl mit 289 Ringen die alten Bestleistungen ausmerzen konnte. Bei den Damen liegt die Bestmarke seit 2002 bei 284 Ringe durch Gudrun Ecker und bei der Jugend durch Matthias Molitor bei 286 Ringe (2003). In der Schülerklas- se/w führt  seine Schwester Johanna mit einer  Bestleistung  von 272 Ringen.

 

Am häufigsten, Jahresmeister und Vereinsmeister, wurde Willy Jourdan, der dies 14 bzw. 15 mal schaffte. Ebenfalls unerreicht sind seine 344 Rundenwettkampf-Einsätze, die er in der Zeit von Oktober 1975 bis März 2005 bestritt.

 

Weitere Höchstleistungen erbrachten Martin Spiegl 2001 bei einem Luftgewehr-Rundenwettkampf gegen Tell Schöngeising mit 378 Ringen und 1993 Willy Jourdan mit 380 Ringen bei einem Luftpistolen-Rundenwettkampf gegen Immergrün Eichenau. Dieses Ergebnis war zur damaligen Zeit bei einem Rundenwettkampf in Oberbayern von einem Seniorenschützen in seinem Alter (58) noch nicht erreicht worden. Bei einem Jugend-Rundenwettkampf in 2002 schoss Matthias Molitor gegen Parsberger Alling 284 Ringe.

 

Und zum ersten Mal gelang es einem Gamsjäger, eine „Zehner-Serie“ zu schießen. Martin Spiegl schaffte dies im Rahmen der Jahresmeisterschaft 2002.  

 

Im Jahr 2005 beteiligen sich  die Gamsjäger  mit drei Mannschaften bei den Rundenwettkämpfen.  

Hier geht es demnächst weiter mit unserer Sportchronik 2006 - 2018 ...

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